Seit nunmehr 14 Jahren gestaltet die Hochmeisterjugend zusammen mit der Ev. Jugend des Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf Chor- und Theatercollagen zur Gedenkveranstaltung „Erinnern und nicht vergessen“. Die Veranstaltungsreihe setzt sich mit der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 und der Zeit des Nationalsozialismus auseinander.

Jedes Jahr entwickeln wir mit einem Team von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und unserem Kirchenmusiker Christian Hagitte ein neues Stück mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Das Projekt arbeitet mit verschiedenen Medien: Musik (Orchester, Band, Chor), Theater, Tanz, Film, Foto, Bühnenbild. Diese werden zu einer Inszenierung zusammengefügt, um dem überwiegend jungen Publikum das Thema nahezubringen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erarbeiten kompositorische und dramaturgische Ideen und setzen diese in Zusammenarbeit mit der künstlerischen und theaterpädagogischen Begleitung um.

Wir freuen uns immer über neue Mitwirkende und Interessierte!
Sabine Maaß  0157 / 35167836 oder mass@hochmeisterkirche.de

Die Flucht – Drei Einakter und eine Messe zum Gedenken an den 9. November 1938 (Pogromnacht)

Was hat das Geschenk eines Farbfernsehers vom damaligen Bundespräsidenten Heinemann mit dem Schreien eines Babys in einem Kellerversteck zu tun? Diese und andere Fragen stellen sich im diesjährigen Theaterstück des Projekts Erinnern und  nicht vergessen.  Jedes Jahr entwickelt ein Team von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Charlottenburg-Wilmersdorf ein neues Stück mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

Das Projekt arbeitet mit verschiedenen Medien: Musik (Orchester, Band, Chor), Theater, Tanz, Film, Foto, Bühnenbild. Diese werden zu einer Inszenierung zusammengefügt, um dem überwiegend jungen Publikum das Thema nahezubringen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickeln gemeinsam das Stück, erarbeiten kompositorische und dramaturgische Ideen und setzen diese in Zusammenarbeit mit der künstlerischen und theaterpädagogischen Begleitung um.

In diesem Jahr haben wir drei Einakter entwickelt alle beruhen auf wahren Geschichten. 

Eingebettet ist das Stück in Auszügen aus der von Christian Hagitte komponierten Missa Popularis. Es singen und spielen Menschen aus dem Hochmeisterprojekt, einem Projekt der Jugendarbeit des Kirchenkreises Charlottenburg- Wilmersdorf und der Halensee Gemeinde

Die Aufführungen sind am 8.11. 2019 und am 9.11.2019 jeweils um 19:00 in der Hochmeisterkirche. Am Buß - und Bettag gibt es um 10:00Uhr eine Schüleraufführung im Café Theater Schalotte. Der Eintritt ist frei.

Sabine Maass


Anatevka (2018)

Das berühmte Musical spielt in einem kleinen jüdischen Dorf an der russisch-ukrainischen Grenze zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Hier hält die Tradition die jüdischen Einwohner zusammen. Gleichzeitig aber ist das gesellschaftliche Gefüge tiefgreifendem Wandel und Veränderungen unterworfen. Wie wird Tradition gelebt? Wie verändert sie sich? Dies sind auch heute aktuelle Fragen, die sich die Hauptfigur Tevje im Stück mit Gleichmut und Humor vor dem Hintergrund bedrohlicher Umstände stellt.

Mit seiner Mischung aus Fröhlichkeit und Traurigkeit ist dieses Stück zum Lachen und Weinen und erzählt über Verwundbarkeit und wie schnell man aus Gewohntem geworfen werden kann.



Der Mann, der den Arm hob (2017)

Lars Dietrich, einer der Jugendlichen, die in den vergangenen Jahren mitgearbeitet haben, schreibt das Stück. Er selbst skizziert seine Idee: Das Stück behandelt den schleichenden Verfall von Idealen und Werten durch Druck und Propaganda von Staat und Gesellschaft. Im Zusammenhang geht es auch um die Presse im dritten Reich und die Art und Weise auf die sie manipuliert wurde.

Dies wird am Beispiel von zwei Freunden gezeigt, die sich auseinander entwickeln… müssen.

Das Stück wird mit einer Band und selbstgeschriebener Musik von Christian Möckel und Lars Dietrich ergänzt.



Widerstand (2016)

Ich frage mich oft, warum haben die Menschen dieses Unrecht geduldet? Warum haben sie sich nicht aufgelehnt? Und was ist mit denen passiert, die sich gegen die Verhältnisse gewehrt haben?

Die Evangelische Jugend Charlottenburg-Wilmersdorf nähert sich diesem Thema anhand der Geschichte von Liana Berkowitz, einer 18-jährigen jungen Frau, die aufgrund einer Flugzettelklebeaktion 1943 zum Tode verurteilt wurde. Sie ist die Vorlage für unsere Theatercollage. Wir fragen dabei nach der Motivation, der Banalität der eigentlichen Handlung, und den Folgen für sie, ihre Familie und Freunde. Die Fragen zu diesem Thema enstehen aus der komfortablen Position einer Nachgeborenen. Wie ist das eigentlich mit unserer politischen Teilhabe und wem überlassen wir gerade unsere Parlamente und Straßen?



Entwurzelt – Kindertransporte nach England 1938 (2015)

Was geschieht, wenn ein Kind von seiner Familie weggebracht wird, in ein fremdes Land mit einer fremden Kultur, damit es überlebt?
Die Evangelische Jugend hat sich, aufgerüttelt durch die aktuelle Situation von Flucht und Auswanderung, mit den Kindertransporten 1938 nach England auseinandergesetzt. 10.000 jüdische Kinder haben so in englischen Familien überlebt. Oft nur ein Kind aus einer Familie, die Eltern durften nicht mitreisen.

Texte und Szenen wurden anhand von Lebensberichten entwickelt, die Musik eigens von zwei jungen Musikern komponiert.



Im Spiegel (2014)

Wiederaufnahme der Theatercollage von 2008



Der Stern im Taufbecken (2013)

Wir haben mit Gerlind Lachenicht vom Landeskirchlichen Archiv zusammengearbeitet und über Christen jüdischer Herkunft recherchiert, die u. a. in der Hochmeisterkirche getauft wurden.



Im Spiegel (2008)

Der unterschiedliche Werdegang zweier Wilmersdorfer Familien wird skizziert – die eine christlichen, die andere jüdischen Glaubens.

 


Verbannt, verbrannt, vergessen

Jedes Jahr verbrennen Schüler nach dem Abschluss der Schule ihre Bücher, oft nicht wissend, dass sie dabei einem dunklen historischen Vorbild folgen. So wurden am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz auch Bücher von Heinrich Heine verbrannt, der 1817 schrieb: "Das war nur ein Vorspiel. Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen."

Eine Theatercollage zum Thema der Bücherverbrennung – auch heute noch aktuell, so geschehen mit den Buch über Anne Frank in einem Brandenburgischen Dorf im Jahr 2007.

 


Mein Koffer

Ein Stück, das sich mit Vertreibung und Emigration aus Nazideutschland beschäftigt.

 

Jugendarbeit