Veröffentlicht am Di., 12. Jan. 2021 10:14 Uhr

Anfang Juli 2020 sind die Vergabegespräche für den ersten Bauabschnitt „Verbau, Erdarbeiten und Unterfangung der Kirche“ erfolgreich verlaufen. Entsprechend der Vergabeempfehlung von Nedelykov Moreira Architekten konnte zeitnah der Bauvertrag mit dem wirtschaftlichsten Anbieter, der LEUKA Tiefbau GmbH, abgeschlossen werden. Dennoch wurde es leider nichts mit dem geplanten Baubeginn Anfang August.

Nach Abstimmung der Rahmenbedingungen für die Baustelleneinrichtung und die Verkehrseinschränkung in der Nestorstraße wurden durch die Firma LEUKA umgehend die notwendigen Anträge beim Bezirksamt gestellt. Die Genehmigung für die Sondernutzung der Gehwegfläche in der Nestorstraße als Baustellenzufahrt kam recht schnell. Allerdings mussten wir aufgrund von Urlaub und Krankheit der zuständigen Ansprechpartnerin beim Bezirksamt fast 8 Wochen auf die straßenverkehrliche Genehmigung warten. So konnte die Baustelle erst am 19.10.2020 eingerichtet werden.


Wegen des stark verschobenen Baubeginns kam es dann zusätzlich noch zu Kapazitätsengpässen bei den erforderlichen Baugeräten zur Errichtung der Baugrube bei der Firma LEUKA. Ende Oktober 2020 ging es dann aber endlich los mit den Tiefbauarbeiten. Zunächst mussten 15 über 10 Meter lange Stahlträger für den Verbau eingebohrt werden. Es war schon beeindruckend, als das riesige Borhpfahlgerät auf unserem kleinen Grundstück stand und sich Träger für Träger vorgearbeitet hat.

Nachdem diese spannenden Arbeiten abgeschlossen waren, wurde die Baugrube im ersten Schritt einen Meter tief ausgehoben. Aus dieser Tiefe konnte dann die erforderliche HDI-Sohle zur Fundamentverstärkung an der Kirche hergestellt werden. In einem engen Raster wurden dazu, abschnittweise versetzt, 25 Bohrungen durchgeführt und die Zementsuspension im Hochdruckinjektionsverfahren (HDI-Verfahren) unter die Bestandsfundamente eingebracht.

Im Dezember 2020 konnte die Baugrube dann im zweiten Schritt bis zur endgültigen Tiefe von ca. 3,50 m ausgehoben werden. Das überschüssige Material der Fundamentverstärkung musste noch mit einer Spezialfräse bündig zur Bestandsfassade der Kirche abgetragen werden. Aber bis Weihnachten 2020 konnten die Spezialtiefbauarbeiten abgeschlossen werden, so dass am 4. Januar 2021 die fertige Baugrube an das Rohbauunternehmen, die BMB Bernd Müller Bau GmbH, übergeben wurde.

Insgesamt haben die Tiefbauarbeiten 7 Wochen angedauert und lagen somit gut im Zeitplan. Parallel dazu sind bereits die wesentlichen Abstimmungen mit der Firma BMB erfolgt, die nach den Vergabegespräche Ende September 2020 als wirtschaftlichstes Unternehmen mit den Rohbauarbeiten beauftragt wurde. Ebenfalls beauftragt wurden durch den Gemeindekirchenrat im Oktober 2020 die Stahlbauarbeiten zur Errichtung des Glaspavillons, die Arbeiten der Sanitär- und Elektrogewerke sowie die Herstellung und Montage des Plattformliftes, der die barrierefreie Erreichbarkeit der sanitären Anlagen im Untergeschoss ermöglicht.

Im Januar 2021 sind die Ausschreibungen für den Innenausbau des Anbaus erfolgt. Dazu hat sich die Taskforce Bau der Gemeinde im Dezember 2020 erneut mit den Architekten Nedelykov Moreira zusammengesetzt.  Für die Ausschreibung musste die grundsätzliche Gestaltung der Boden- und Wandbeläge, der Tischlerarbeiten, der Türen und Treppengeländer etc. abgestimmt werden. Die endgültige Gestaltung wird dann vor der Ausführung der Arbeiten noch einmal im Gemeindekirchenrat beraten.

Seit Anfang Januar 2020 werden nun die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts „Bauhauptleistungen/Rohbau“ zur Errichtung des Kellergeschosses durch die Firma BMB durchgeführt. Geplant ist eine Bauzeit von ca. 10 bis 12 Wochen. Wenn alles reibungslos verläuft, sind die Betonarbeiten im März 2021 abgeschlossen. Im März sollen bereits auch die Montage des Stahlbaus sowie des Plattformaufzuges beginnen und zeitnah auch der Innenausbau. Der aktuelle Bauzeitenplan sieht eine Fertigstellung des Anbaus Ende Juni/Anfang Juli 2021 vor.

Jan Langer

Kategorien Anbau