Veröffentlicht am Mo., 11. Jan. 2021 20:56 Uhr

.. zum stillen Gebet eine Kerze anzünden ..

„Gottes Wort ist ein Licht in der Nacht; / es hat Hoffnung und Zukunft gebracht; / es gibt Trost, es gibt Halt / in Bedrängnis, Not und Ängsten, / ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“, dieser Kanon ist nur eins der zahlreichen Lieder im Gesangbuch, die Gott als Licht für die Welt preisen.

Deshalb gehören Kerzen zu jeder Kirche, zu jedem Gottesdienst. Auf dem Altar sind sie unverzichtbar und sie begleiten uns durch das Kirchenjahr. Kerzen zählen auf dem Adventskranz die Wochen bis Weihnachten, sie strahlen am Tannenbaum und in der Osternacht erhellt das Licht der Osterkerze die dunkle Kirche. Zu jeder Taufe und Konfirmation gehören sie und am Ewigkeitssonntag leuchten sie auf den Altarstufen zum Gedenken an die Verstorbenen.

Oft schon wurde der Wunsch geäußert, auch außerhalb des Gottesdienstes in unserer Kirche zum stillen Gebet eine Kerze anzünden zu können. Der Gemeindekirchenrat hatte Anfang des letzten Jahres beschlossen, diesem Wunsch nachzukommen. Die im Handel erhältlichen Kerzenbänke fanden jedoch nicht den allgemeinen Zuspruch; die Idee einer individuellen Lösung setzte sich durch.

Mitten in die ersten Absprachen und Recherchen platzte Corona und verlangsamte den ganzen Prozess. Aber in seiner Dezember-Sitzung hat sich der GKR für den Entwurf von Tischlermeister Bernhard Scharnick und Dipl. Designer Björn Ortfeld  in Zusammenarbeit mit dem Metallbauer Oliver Jacobi  entschieden. Wir hoffen, dass der Kahn (siehe Abbildung) rechtzeitig zum Beginn der Passionszeit am Aschermittwoch aufgestellt werden kann.

Warum nun ein Kahn? Zum einen korrespondiert er mit der Skulptur von Günter Anlauf „Zwei in einem Boot“, die ja schon lange zum Inventar unserer Kirche und zur geistlichen Botschaft unserer Gemeinde gehört. Zum andern ist ein Kahn in der gewählten Form geschichtlich eng mit Berlin und Brandenburg verbunden.

Von der Siedlungsgründung Berlins vor fast 800 Jahren an waren die Wasserstraßen die wichtigsten Verkehrswege. „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“, dieser alte Spruch wurde dann ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders deutlich sichtbar, als der Bauboom eine enorme Nachfrage nach Ziegeln, Sand und Holz brachte. Diese wichtigen Baumaterialien wurden vornehmlich mit dem Kahn in die in beispiellosem Tempo wachsende Hauptstadtregion gebracht.

Viele der älteren Gemeindeglieder werden sich an die aneinandergereihten Schleppkähne am Wannsee bzw. auf der Havel erinnern. Bis heute spielt die Binnenschifffahrt im Berliner Wirtschaftsverkehr eine wichtige Rolle.

Berlins Wasserstraßen sind umweltfreundlich, kostengünstig und sicher. Ein Binnenschiff ersetzt 105 LKWs. Ohne Binnenschiffe würden etwa 55.000 (!) zusätzliche Lastwagenfahrten die Berliner Straßen verstopfen. Deshalb werden die Wasserstraßen auch in Berlin und Brandenburg nach den Projekten des Bundesverkehrsministeriums bereits intensiv ausgebaut und den modernen Anforderungen angepasst.

Astrid Witten

Der Gemeindekirchenrat würde sich sehr freuen, wenn Sie die Anschaffung des Kerzenkahns mit einer Spende unterstützen. Auch die Finanzierung der Kerzen soll auf Spendenbasis geschehen, damit der Kerzenkahn von Menschen jeden Einkommens genutzt werden kann.

So können Sie das Projekt unterstützen:

  1. Über das Gemeindekonto:   
    Evangelische Kirchengemeinde Halensee     
    IBAN: DE 73 1001 0010 0100 5861 04 
    BIC: PBNKDEFF      
    Zweckbestimmung: „Kerzenkahn“
  2. In bar im Rahmen der offenen Kirche oder der Gottesdienste
  3. Als Online-Spende über ein dafür eingerichtetes Spendenformular


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